Warum selbstständige Frauen ihre heißesten Kunden täglich ignorieren (und wo sie wirklich stecken)
- Gwendolyn Stoye

- 28. März
- 2 Min. Lesezeit
KUNDENGEWINNUNG & DIREKTVERTRIEB
Du suchst Kunden im Internet - dabei sitzen sie längst in deinem Handy
Wenn Selbstständige über Kundengewinnung sprechen, denken die meisten sofort an Instagram-Reichweite, Funnel-Strategien, Google Ads und Webseiten-Redesigns. Stunden werden investiert. Geld wird ausgegeben. Und trotzdem bleibt die Kasse leer.
Dabei wird eine der einfachsten Fragen konsequent ignoriert: Wen kennst du schon?
Die Kontaktliste - dein ungenutztes Verkaufsgold
Jede Selbstständige hat sie: Hunderte von Kontakten im Handy. Ehemalige Kolleginnen. Schulfreundinnen. Mütter aus dem Kindergarten. Bekannte vom letzten Netzwerkevent. Menschen, die dich schon kennen, die dir wohlgesonnen sind - und die vielleicht genau das Problem haben, das du löst.
Du brauchst keine fremden Follower. Du brauchst echte Gespräche.
Das klingt zu simpel? Genau das ist der Punkt. Wir machen es uns gerne kompliziert, weil einfach irgendwie nicht professionell genug klingt. Dabei ist es das Wirksamste, was du heute tun kannst.
Das Nachfassgespräch: Die unterschätzte Goldmine
Hast du schon einmal ein Seminar gegeben, einen Workshop geleitet, eine Beratung durchgeführt? Und danach... nichts?
Stell dir vor, du hast acht Frauen in deinem letzten Kurs begleitet. Acht Frauen, die dich bereits kennen. Die von deiner Arbeit begeistert waren. Die ein Ziel hatten - und es vielleicht noch nicht vollständig erreicht haben.
"Du hast den besten Aufhänger ever: Ich würde gerne wissen, wie es dir geht. Was hat sich seit unserem Seminar verändert?"
Das ist kein Verkaufsgespräch. Das ist echtes Interesse. Und es öffnet Türen.
Ruf sie an. Schreib ihr. Lad sie zu einem kurzen Nachfassgespräch ein. Frag sie, was sich verändert hat. Was noch offen ist. Wo sie hinwill.
Vier Gespräche. Zwei Abschlüsse. Das ist kein Hexenwerk - das ist Beziehungspflege mit Intention.
Warum das Nein meistens kein echtes Nein ist
Kennst du das? Du gehst in ein Geschäft. Die Verkäuferin kommt auf dich zu: "Kann ich Ihnen helfen?" Deine Antwort: "Nein danke, ich schaue nur."
Aber du schaust nicht nur. Du willst eigentlich etwas - du weißt nur noch nicht genau was, oder du hast Angst, dich festzulegen.
Genauso ist es bei deinen potenziellen Kunden. Das erste Nein ist meist kein Nein zum Angebot. Es ist ein Nein zur Entscheidung. Ein Nein aus Angst.
Und genau hier kannst du als Coach, Beraterin, Expertin einen entscheidenden Unterschied machen: Indem du neugierig bleibst, nachfragst - und ihnen das Vertrauen schenkst, das sie für sich selbst noch nicht haben.
"Dein Job ist nicht, jemanden zu überreden. Dein Job ist, denjenigen die Möglichkeit zu geben, das zu erhalten, was sie sich wirklich wünschen."
Drei Schritte, die du noch heute umsetzen kannst
● Öffne dein Adressbuch. Wer käme als Kunde in Frage? Schreib drei Namen auf.
● Schreib diesen drei Menschen heute noch eine persönliche Nachricht. Kein Pitch. Nur echtes Interesse: "Wie geht es dir eigentlich?"
● Wenn du ein abgeschlossenes Seminar oder einen Kurs hinter dir hast: Mach Nachfassgespräche. Nicht um zu verkaufen - sondern um wirklich zu hören, wo die Menschen stehen.
Der einfachste Weg zu deinem nächsten Abschluss führt nicht über einen neuen Funnel. Er führt über dein Handy, zu den Menschen, die dich schon kennen.
Fang heute an. Entweder du gehst auf Menschen zu - oder du wartest, dass sie zu dir kommen. Und Warten ist keine Strategie.




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